| Platz | Mannschaft | Sp | Diff | Pkt |
|---|---|---|---|---|
| 1. | RSV Eintracht | 21 | +27 | 51 |
| 2. | Freital | 22 | +28 | 49 |
| 3. | Halberstadt | 22 | +14 | 43 |
| 4. | Plauen | 19 | +12 | 37 |
| 5. | Auerbach | 20 | +10 | 33 |
| 6. | Halle | 21 | +18 | 31 |
| 7. | Krieschow | 20 | +5 | 28 |
| 8. | Sandersdorf | 19 | +1 | 25 |
| 9. | Bautzen | 19 | +6 | 24 |
| 10. | Wernigerode | 19 | -8 | 23 |
| 11. | Glauchau | 21 | -11 | 23 |
| 12. | Rudolstadt | 20 | -19 | 21 |
| 13. | Bischofswerda | 21 | -21 | 19 |
| 14. | Grimma | 20 | -20 | 16 |
| 15. | Stendal | 19 | -15 | 15 |
| 16. | Heiligenstadt | 21 | -27 | 12 |
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Der VfB 1921 Krieschow ordnet seine sportliche Führungsebene neu und hat bereits seit dem 01.12.2025 die Position des Sportlichen Leiters mit einem im Verein bestens vertrauten Gesicht neu besetzt: Toni Lempke. Der bisherige Sportvorstand Christof Lehmann hat damit einen Partner an seiner Seite, mit dem er bereits über viele Jahre erfolgreich zusammengearbeitet hat.
Im Vorfeld wurden auch Gespräche mit weiteren qualifizierten Kandidaten geführt. Alle erfüllten die Anforderungen, jedoch fiel die Entscheidung letztlich bewusst auf Toni Lempke – nicht nur aufgrund seiner fachlichen Eignung, sondern insbesondere wegen seiner tiefen Vereinsverbundenheit und seiner langen gemeinsamen Geschichte mit dem VfB.
„Mit Toni haben wir jemanden ausgewählt, der die Abläufe im Verein kennt, der sich mit unserem Anspruch identifiziert und der in der Lage ist, unsere Strukturen gezielt weiterzuentwickeln“, sagt Lehmann. Lempke bringt nicht nur seine langjährige Erfahrung als Cheftrainer mit – über acht Jahre Verantwortung im Männerbereich –, sondern auch den für diese Aufgabe wertvollen Blick für Talente, Strukturen und die sportliche Ausrichtung des gesamten Großfeldbereichs.
Neue Aufgaben – klare Schwerpunkte
Lempkes Arbeitsbereich umfasst künftig:
- die sportliche Ausrichtung aller acht Großfeldmannschaften,
- die Weiterentwicklung eines nachhaltigen Talenteförder- und Scoutingkonzepts mit starkem Regionalbezug,
- sowie die enge Abstimmung und Organisation der Kaderplanung für die 1. und 2. Männermannschaft gemeinsam mit den verantwortlichen Trainern.
„Wichtige Strukturen sollen geschärft und stabilisiert werden. Es geht uns um die Weiterentwicklung der Mannschaften und um Rahmenbedingungen, die langfristig tragen“, so Lehmann. Aus Sicht des Vorstands ist das ursprünglich formulierte Saisonziel derzeit nicht in Reichweite – dennoch steht der Verein voll und uneingeschränkt hinter dem Trainerteam. Die Neustrukturierung der sportlichen Leitung zielt vielmehr darauf ab, die sportliche Gesamtsituation im gesamten Großfeldbereich zu verbessern, Abläufe zu stärken und die Basis für eine nachhaltige Entwicklung zu legen.
Blick nach vorn – mit Rückenwind ins Landespokal-Halbfinale
Mit dem anstehenden Landespokal-Halbfinale steht dem Verein ein sportlicher Höhepunkt bevor. „Wir haben nun die nötige Zeit und zusätzliche Unterstützung in der sportlichen Leitung, um konzentriert darauf hinzuarbeiten. Und natürlich wäre das Erreichen des Finals alles andere als unrealistisch“, sagt Lehmann.
Rückkehr mit Perspektive
Bereits seit dem 01.12.2025 hat Toni Lempke offiziell die sportliche Leitung übernommen. Die inhaltliche Vorbereitung hat bereits begonnen, damit er seine Aufgaben strukturiert und ohne Übergangszeit aufnehmen kann.
Der VfB 1921 Krieschow heißt Toni Lempke herzlich willkommen zurück und wünscht ihm viel Erfolg in seinem neuen Aufgabenbereich.
#wirgemeinsam
Von Roland Scheumeister
Bischofswerdaer FV – VfB Krieschow 1:1 (1:1)
VfB: Mellack – Gerstmann, Knechtel, Grimm, Dreßler (58. Fuchs) – Tesche (73. Zurawsky), Raak, Seibt, Michalski – Pereira Rodrigues, Hebler (73. Zizka)
Tore: 1:0 (28.) Bürger, 1:1 (35.) Hebler
Schiedsrichter: Reinhard Meusel (Neuhaus-Schierschnitz)
Zuschauer: 157
Angesichts der unbefriedigenden Tabellensituation hätten eigentlich beide Teams voll auf Sieg spielen müssen, um sich ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis zu sichern. Stattdessen entwickelte sich ein insgesamt chancenarmes Spiel, das von vorsichtigem Defensivverhalten auf beiden Seiten geprägt war.
Unser VfB hatte mehr Ballbesitz, die Gastgeber setzten dagegen auf eine kompakte Defensive. Das Geschehen spielte sich über weite Strecken im Mittelfeld ab. So fiel das Führungstor der Hausherren praktisch aus dem Nichts: Nach einem verlorenen Zweikampf bei einem Halbkonter kam Luis Bürger aus der Distanz zum Abschluss und traf ins lange Eck.
Unsere Mannschaft zeigte sich vom vermeidbaren Rückstand unbeeindruckt, erhöhte das Tempo und entwickelte spürbar mehr Druck. Der schnelle Ausgleich gelang einmal mehr Andy Hebler. Colin Raak wurde per Vertikalpass in Szene gesetzt, seine abgewehrte Flanke landete bei Manuel Seibt. Dessen scharfe Eingabe drückte Hebler mit der Fußspitze über die Linie. Der Treffer gab unserer Mannschaft einen deutlichen Schub, doch die stabile Abwehr der Schiebocker verhinderte weitere klare Chancen vor der Pause.
Nach dem Seitenwechsel agierte der BFV mutiger, während der VfB über Standards gefährlich wurde. BFV-Keeper Stefan Kiefer parierte stark, u. a. gegen einen guten Abschluss von Manuel Seibt. Nach zwei Abwehrfehlern kam Bischofswerda selbst zu zwei guten Möglichkeiten – einmal rettete Sebastian Mellack überragend, einmal legte sich der Stürmer den Ball zu weit vor.
In der Schlussphase verflachte das Spiel, beide Teams gingen kaum noch Risiken ein. Am Ende stand eine gerechte Punkteteilung, die beide Trainer ähnlich einordneten. Robert Koch resümierte:
„Die erste Halbzeit war in Ordnung. Beide Mannschaften haben sich aber zu früh mit dem Ergebnis arrangiert. Natürlich wollten wir den Dreier, aber in der aktuellen Situation nehmen wir den Punkt mit und schauen optimistisch auf die nächsten Aufgaben.“
FSV Luckenwalde II – VfB Krieschow II 1:3 (1:1)
VfB: Pflug – Grobstich, Kotrri, Schieskow, Neumann (90+3. Schmidt) – Semeniuk, Antosiak, Scheppan (86. Remus), Bernhardt – Kamke – Kummer
Tore: 1:0 (17.) Steinmeyer, 1:1 (23.) Scheppan, 1:2 (75.) Schieskow, 1:3 (82./Foulelfmeter) Kamke
Schiedsrichter: Louis Ferdinand Maaß (Potsdam)
Zuschauer: 57
Mit dem 3:1-Auswärtssieg beim zuvor punktverlustfreien Spitzenreiter gelang unserer Reserve ein echter Paukenschlag. Vorläufig (bei zwei ausstehenden Partien der Verfolger Seelow und Guben) sprang das Team sogar auf Rang zwei.
Die Hausherren dominierten die Anfangsphase und gingen früh in Führung, als nach einer abgewehrten Ecke ein zweiter Ball reaktionsschnell über die Linie gedrückt wurde. Unser Team zeigte sich davon jedoch kaum beeindruckt. Nach einer eigenen abgewehrten Ecke wurde Louis Scheppan per Steckpass bedient und traf aus der Drehung souverän zum Ausgleich.
Der VfB war damit voll im Spiel und bot dem Favoriten über weite Strecken Paroli. Auch die zweite Halbzeit verlief ausgeglichen, doch der Unterschied lag in der Effizienz: Jason Schieskow köpfte nach einem Eckball zur Führung ein. Die Luckenwalder drängten daraufhin vehement, doch die Krieschower Defensive verteidigte mit viel Disziplin.
Die Entscheidung fiel durch den sicher verwandelten Foulelfmeter von Janis Kamke. Scheppan hatte zuvor clever den Laufweg des Verteidigers gekreuzt und so den Strafstoß herausgeholt.
Eine fokussierte, taktisch reife und leidenschaftliche Vorstellung unserer 1921er, die mit viel Selbstvertrauen ins kommende Spitzenspiel gegen den 1. FC Guben gehen können.
Von Roland Scheumeister
Am Samstag, d. 29.11., um 13:30 Uhr, ist unsere erste Mannschaft beim FV 08 Bischofswerda zu Gast. Beide Oberliga-Dauerrivalen bleiben bislang hinter den eigenen Ansprüchen und Saisonzielen zurück. Während unsere VfB-Kicker trotz ordentlicher Leistungen zu selten die gewünschten Resultate einfahren konnten – meist aufgrund defensiver Unkonzentriertheiten oder fehlender Konsequenz im Abschluss – steht Bischofswerda mit nur drei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz sogar noch stärker unter Druck. Drei Niederlagen in Folge – 0:1 beim Sechstligisten FC Stahl Riesa im Sachsenpokal, 0:5 in Sandersdorf und 1:2 gegen Wernigerode – verschärften die Lage bei den Oberlausitzern zusätzlich.
Im Krieschower Lager hofft man, an den kämpferisch starken Auftritt der Vorwoche anzuknüpfen, als der FC Grimma verdient mit 1:0 bezwungen und die Ergebniskrise gestoppt werden konnte. In den direkten Duellen hatte lange Zeit meist der FV 08 die Nase vorn. Beim letzten Aufeinandertreffen im März gelang unseren Jungs jedoch ein deutliches 5:1 – ein gutes Omen für das erneute Gastspiel auf dem Bischofswerdaer LaOla-Kunstrasen. Cheftrainer Robert Koch kann an seiner alten Wirkungsstätte nahezu aus dem Vollen schöpfen. Ebenso interessant: Auch Miguel „Migo“ Pereira Rodrigues und Steve Zizka liefen früher für Schiebock auf – zusätzliche Würze für ein Duell, in dem beide Seiten die gegnerischen Stärken und Schwächen bestens kennen. Ein enges Match ist erneut zu erwarten, das unsere 1921er unbedingt mit einem zählbaren Ergebnis beenden wollen.
Nichts zu verlieren für Team II beim Tabellenprimus
Bereits um 13:00 Uhr ist unsere zweite Mannschaft auf dem Kunstrasen beim Nachwuchsteam des Regionalligisten FSV Luckenwalde gefordert. Die Ausgangslage ist klar: Trotz einer hervorragenden Saison unserer 1921er – Tabellenplatz 3, 29 Punkte und 29:18 Tore aus 13 Spielen – wirken diese Zahlen fast bescheiden im Vergleich zum ungeschlagenen Spitzenreiter (12 Spiele, 36 Punkte, beeindruckende 48:5 Tore).
Die Außenseiterrolle dürfte der Schmidt-Elf dennoch gut liegen. Vor allem auswärts tritt das Team selbstbewusst auf: 5 Siege aus 6 Partien sprechen für sich. Mit einer guten Tagesform ist zumindest eine Überraschung nicht ausgeschlossen.
von Roland Scheumeister
13. Spieltag Oberliga Staffel Süd
VfB Krieschow – FC Grimma 1:0 (1:0)
VfB: Mellack – Gerstmann, Bittroff, Grimm, Dreßler – Pahlow (46. Tesche), Zurawsky (67. Fuchs), Seibt (90+2. Knechtel), Michalski (67. Zizka) – Pereira Rodrigues (86. Stephan), Hebler;
Tore: 1:0 (12.) Pereira Rodrigues;
Schiedsrichter: Leander Dietz (Berlin); Zuschauer: 192.
Mit einem verdienten Sieg in einem glanzlosen Kampfspiel haben unsere Local Heros vorerst ihre Ergebniskrise überwunden. Von Beginn an wurden die Gäste, die nur mit gelegentlichen, aber gefährlichen Kontern – einen Scharfschuss (6. Min.) konnte Sebastian Mellack gerade noch zur Ecke lenken – aufwarteten, in ihrer Hälfte eingeschnürt. Die Krieschower Angriffe wurden indes nicht zwingend genug zu Ende gespielt.
Als dann Martin Zurawsky in einer starken Aktion in Richtung Strafraum stürmte und aus halblinker Position Migo Rodrigues mit einem „tödlichen“ Musterpass bediente, schweißte unser Brasilianer die Kugel eiskalt zur Führung ein.
Den weiteren Verlauf dominierte unsere Elf – soweit es der gefrorene Boden zuließ – spielerisch und mit einem klaren Chancenplus. Die gut herausgespielten Möglichkeiten hätten bereits für eine deutliche Halbzeitführung reichen müssen. Grimmas Keeper Giovanni Lumpitzsch ließ einen Schuss von Migo nur abklatschen, doch Andy Hebler hämmerte den Abpraller über das Tor. Kurz vor der Pause parierte Lumpitzsch erneut stark, als Migo allein vor ihm auftauchte.
Leider musste unser nimmermüder Kämpfer „Pitbull“ Paul Pahlow nach einem rüden Foul verletzt ausscheiden. Gute Besserung!
Zur zweiten Halbzeit kamen die Muldentaler entschlossen aus der Kabine und starteten eine engagierte Anfangsoffensive, in welcher unsere Abwehr allerdings wenig zuließ. Das Niveau des oft durch Fouls unterbrochenen Spiels verflachte im zweiten Durchgang. Dennoch hatte unsere Mannschaft das Geschehen weitgehend im Griff und trotz des Aufbäumens der Gäste die besseren Chancen. Manuel Seibt brachte freistehend zu wenig Druck hinter den Ball (61.). Kurz darauf reagierte der FCG-Torwart erneut stark bei einem Kopfball von Martin Zurawsky (62.).
Auch Sebastian Mellack stand im Mittelpunkt, als er eine höchst brenzlige Strafraumszene (66.) entschärfte. Die Entscheidung verpassten Andy Hebler und Migo Rodrigues in einer Doppelchance (76.), ebenso wie Seibt mit einem Pfostenschuss (90.).
Fast hätte die mangelnde Chancenverwertung noch bestraft werden können. In der Nachspielzeit pfiff der Unparteiische einen sehr umstrittenen Freistoß für die Gäste – zum Glück entschärfte Mellack auch diesen Ball sicher.
Beide Trainer ordneten das Ergebnis als gerecht ein. Der Spielertrainer des FC Grimma, Benjamin Förster, resümierte:
„Über die 90 Minuten gesehen ist der Krieschower Sieg verdient. In der ersten Halbzeit haben wir zu wenig von dem gezeigt, was im Abstiegskampf erforderlich ist.“
Der wegen der „Roten“ in Stahnsdorf gesperrte Cheftrainer Robert Koch wurde an der Seitenlinie von Co-Trainer Philipp Knapczyk vertreten. Dieser bilanzierte:
„Bei fünf hundertprozentigen Chancen hätten wir schon vor der Halbzeit den Deckel draufmachen können. Bei den Bedingungen war es kein fußballerischer Leckerbissen, aber am Ende bin ich einfach glücklich über die drei Punkte.“
12. Spieltag Landesliga Staffel Süd
Team 2 bleibt auf Erfolgskurs
VfB Krieschow II – Phönix Wildau 2:1 (0:0)
VfB: Siepert – Grobstich (65. Scheppan), Kotrri, Schieskow, Kamke – Semeniuk, Gutar, Bernhardt, Fuchs (46. Konzack) – Antosiak – Kummer;
Tore: 0:1 (59.) Brendel, 1:1 (75.) Konzack, 2:1 (83.) Kamke;
Schiedsrichter: Tobias Kastner (Eisenhüttenstadt);
Zuschauer: 35.
Auf dem rutschigen Geläuf des Kunstrasens an der Poznaner Straße begann die Partie sehr verkrampft und spielte sich zunächst chancenarm weitgehend zwischen den Strafräumen ab. Allerdings hatten unsere Jungs Glück, als Enea Kotrri eine Großchance der Gäste (11. Min.) gerade noch vor der Linie klärte.
Die Wildauer agierten ab etwa der 30. Minute bissiger, während unsere VfB-Kicker die Spielkontrolle zwischenzeitlich verloren. Einige taktische Umstellungen in der Halbzeit und insbesondere die Einwechslung von Routinier Sven „Svempe“ Konzack brachten jedoch neuen Schwung in den zweiten Durchgang.
Nach einer Flanke von Maximilian Kummer verpasste Janis Kamke per Kopf nur knapp die Führung. Kurz darauf verlor unser Verteidiger – dem glatten Boden geschuldet – ein Laufduell, wodurch ein Wildauer Spieler bis zur Grundlinie durchstartete, querlegte und Ronny Brendel zur Führung einnetzte.
Den Rückstand steckten die Krieschower unbeeindruckt weg und spielten weiter zielstrebig nach vorn. Sie bekamen wieder mehr Zugriff auf das Geschehen, und Sven Konzack machte vorn die Bälle stark fest. Folgerichtig war es der Oldie selbst, der den Ausgleich markierte: Eine zu kurz abgewehrte Flanke von Kapitän Florian Bernhardt setzte Konzack im Nachsetzen per Kopf in die Maschen.
Kamil Antosiak verpasste anschließend eine hundertprozentige Kopfballchance nur knapp, bevor Janis Kamke aufmerksam reagierte: Der Wildauer Keeper konnte einen scharfen Flachschuss von Louis Scheppan nicht klären, der Ball landete vor Kamkes Füßen, und er schob zum 2:1-Endstand ein.
Wildau kam im Bemühen um den Ausgleich nur noch zu einigen Standardsituationen, die unserer Abwehr aber wenig Probleme bereiteten. So wurde der nächste Sieg letztlich souverän unter Dach und Fach gebracht.
Am Samstag, d. 22.11., um 13:30 Uhr, empfängt unsere erste Mannschaft den FC Grimma im Krieschower Sportpark. Vor der Saison hätten wohl nur wenige erwartet, dass beide Teams – lediglich vier Zähler voneinander getrennt – nach zwölf Spieltagen in der unteren Tabellenhälfte stehen. Trotz der aktuellen Ergebniskrise sollten unsere 1921er in der Lage sein, endlich wieder einen Sieg einzufahren. Entscheidend wird sein, die spielerisch oft ordentlichen Auftritte endlich auch ergebnismäßig zu untermauern. Dafür muss das Team vor allem defensiv stabiler und wacher agieren – zu oft sorgten frühe, vermeidbare Gegentore dafür, dass man einem Rückstand hinterherlaufen musste.
Der FC Grimma gehört mittlerweile fast zur „Stammkundschaft“ im Sportpark, und die Bilanz spricht grundsätzlich für den VfB: In der vergangenen Saison gelang an gleicher Stelle ein deutliches 5:0. Dennoch ist der FCG jederzeit in der Lage, die Schwächen seiner Gegner zu bestrafen – besonders auswärts. Sieben ihrer elf Punkte holten die Muldentaler in fremden Stadien, darunter ein 0:0 beim RSV Eintracht und ein 1:0-Sieg in Halberstadt.
Um den bisherigen Heimfluch – nur fünf Punkte aus sechs Spielen – zu durchbrechen, braucht es eine konzentrierte, engagierte Leistung ohne die bisher zu häufigen Schaltpausen. Cheftrainer Robert Koch, der nach seiner Roten Karte diesmal nicht an der Seitenlinie stehen darf, wird gemeinsam mit Co-Trainer Philipp Knapczyk die passende Marschroute für den dringend benötigten Heimsieg vorgeben.
Team 2 will den Platz in der Spitzengruppe festigen
Bereits am Freitag, d. 21.11., 19:00 Uhr, trifft unsere Reserve auf dem Kunstrasenplatz in der Poznaner Straße in Cottbus auf die SG Phönix Wildau. Unsere Jungs wollen ihren Platz unter den Top 5 behaupten und im fünften direkten Duell endlich den ersten Sieg einfahren – bislang stehen zwei Niederlagen und zwei Remis zu Buche. Wildau ist in den vergangenen vier Spielen zwar sieglos geblieben, verkaufte sich mit zwei Remis und zwei knappen Niederlagen gegen Spitzenteams wie Victoria Seelow (1:2/A) und FSV Luckenwalde II (0:1/H) jedoch ordentlich. Entsprechend ist ein enges Match zu erwarten, das unsere Mannschaft – nach dem bisher fast makellosen Saisonverlauf – mit dem nötigen Selbstvertrauen angehen wird.
VfB Hohenleipisch – VfB Krieschow 1:3 (0:1)
VfB: Mellack – Bittroff, Knechtel, Grimm – Pahlow, Raak, Zurawsky (67. Zizka), Seibt (74. Gerstmann), Michalski (86. Tesche) – Pereira Rodrigues (86. Fuchs), Hebler.
Tore: 0:1 (41./Foulelfmeter) Hebler, 1:1 (46.) Kniesche, 1:2 (67./Handelfmeter) Hebler, 1:3 (90+3./Foulelfmeter) Hebler
Schiedsrichter: Baldur Berg (Babelsberg)
Zuschauer:571
Es war das erwartete, schwere Pokalspiel gegen einen tief stehenden, sehr kompakten Landesligisten. Unsere Mannschaft nahm die Bedingungen gut an, kämpfte um jeden Ball und zeigte die nötige Bereitschaft für ein Duell auf schwierigem Geläuf. Trotz viel Ballbesitz und immer wieder gut vorgetragenen Angriffen über die Außen war die Defensive der Gastgeber stabil und konnte gefährliche Situationen mehrfach im letzten Moment entschärfen.
Da der entscheidende Treffer aus dem Spiel heraus zunächst ausblieb, musste wieder ein Strafstoß herhalten: Toby Michalski wurde im Strafraum klar gefoult, und Andy Hebler brachte unsere Mannschaft per Elfmeter in Führung.
Der Ausgleich der Gastgeber fiel unmittelbar nach Wiederanpfiff. Felix Kniesche nutzte einen langen Ball und das in dieser Szene schwache Zweikampfverhalten im Abwehrzentrum zum 1:1. Getragen von der lautstarken Kulisse witterte Hohenleipisch kurzzeitig seine Chance, doch unser Team fand schnell zurück in die Spur, kontrollierte die Partie wieder und erspielte sich zunehmend klare Möglichkeiten.
Die erneute Führung fiel nach einem Handspiel im Strafraum – erneut verwandelte Hebler sicher. Kurz danach trafen Miguel Rodrigues und erneut Hebler, doch beide Treffer wurden wegen vermeintlichen Abseits aberkannt – beim Hebler-Tor eine äußerst strittige Szene, da der Ball vom Gegenspieler kam.
Die Entscheidung fiel in der Nachspielzeit: Tobias Gerstmann tankte sich über das halbe Feld durch, und Hohenleipischs Keeper konnte das Tor nur per Foul verhindern. Hebler blieb cool und machte seinen dritten Elfmeter zum 1:3-Endstand.
Robert Koch fasste zusammen:
„Wie schon in Guben war es ein typisches Pokalspiel – kurios, intensiv und mit drei Elfmetern natürlich besonders. Wir sind verdient, wenn auch nicht immer souverän, ins Halbfinale eingezogen. Und genau das zählt.“
Landesliga – 11. Spieltag
Zweite dreht Halbzeitrückstand zum Sieg
SG Großziethen – VfB Krieschow II 2:3 (2:1)
VfB: Pflug – Neumann, Schieskow, Gutar, Kamke – Semeniuk, Kummer – Scheppan (90+2. Londono Ramirez), Bernhardt – Antosiak – Konzack
Tore: 1:0 (25.) Reuter, 2:0 (26.) Reuter, 2:1 (44.) Gutar, 2:2 (47.) Antosiak, 2:3 (51.) Antosiak
Schiedsrichter: John Aßmann (Berlin)
Zuschauer: 32
Unsere Reserve tat sich unter widrigen Bedingungen – Flutlicht, Nieselregen und schwer sichtbaren Bällen – zunächst schwer. Großziethen kam besser ins Spiel und nutzte zwei leichtfertige Ballverluste unserer Mannschaft zu einem schnellen Doppelschlag. Danach wurden die Gastgeber passiver und unser Team fand zunehmend Zugriff. Der Anschluss durch einen sehenswerten Freistoß von Edy Gutar brachte die Partie zurück ins Leben.
Direkt nach der Pause sorgten die 1921er für einen perfekten Start: Erst traf Kamil Antosiak per Volley aus 16 Metern, wenige Minuten später verwertete er einen Abpraller per Kopf – 2:3. In der Schlussphase verteidigte unser Team clever und brachte den Auswärtssieg souverän über die Zeit.
Von Roland Scheumeister
Erneut in einem Südbrandenburgduell sind unsere Oberligakicker gefordert, wenn am Samstag, d. 15.11., 13:00 Uhr, das Viertelfinalspiel des brandenburgischen Landespokalwettbewerbs beim Landesligisten VfB Hohenleipisch angepfiffen wird. Für Spieler und Anhang des Traditionsvereins aus dem Elbe-Elster-Kreis ist es das Spiel des Jahres. Angesichts des Zweiklassenunterschieds sind die Rollen klar verteilt. Dennoch ist der Gastgeber heiß darauf, dem Favoriten ein Bein zu stellen.
Trainer Henrik Pohlenz zur Ausgangslage: „Als klare Außenseiter haben wir nichts zu verlieren, aber genau darin liegt unsere Chance.“ Routinier Paul Werner – wie Pohlenz bereits 2011 dabei, als Hohenleipisch das Pokalfinale erreichte (0:3 gegen Babelsberg) – meint: „Wir brauchen einen Traumtag.“ Fußballchef Steffen Fischer hofft, dass das Spiel zeigt, „dass auch mit der aktuell jungen Truppe guter Fußball in Hohenleipisch gespielt wird.“
Mit Siegen über die SG Groß Gaglow (A/3:0), Petershagen/Eggersdorf (H/4:2), Admira Mittenwalde (A/3:1) und Concordia Buckow/Waldsieversdorf (A/1:0) kämpfte sich die Mannschaft ins Viertelfinale.
Unsere 1921er durchleben in der Oberliga derzeit eine schwierige Phase und wollen natürlich alles daransetzen, weiter auf das Pokalfinale hoffen zu dürfen. Voraussetzung ist, die Favoritenrolle diesmal klar auszufüllen. Chefcoach Robert Koch formuliert es so: „Bisher haben wir uns im Pokal nicht gerade mit Ruhm bekleckert und sind – wie zuletzt beim 3:1 n. V. in Guben – immer recht knapp weitergekommen. In Hohenleipisch wollen wir den Zweiklassenunterschied deutlich machen. Wir wissen, dass auch dort eine konzentrierte Leistung über 90 Minuten nötig ist, um nicht böse überrascht zu werden.“
Personell gibt es wenig Veränderungen: Leo Felgenträger fehlt weiterhin, dafür steht Janis Fuchs nach langer Verletzungspause wieder im Aufgebot.
Unser Team 2 ist im Berliner Speckgürtel unterwegs und trifft am Samstag, d. 15.11., um 16:45 Uhr auf die SG Großziethen, die nach 11 Spielen lediglich drei Zähler aufweist und noch sieglos ist. In der vergangenen Saison waren die Randberliner deutlich erfolgreicher und schlugen unsere Truppe mit 4:0, ehe im Rückspiel eine klare Revanche mit 6:0 im Sportpark folgte.
Wie schon in der Vorwoche, als die Auswärtsserie unserer „Zweiten“ bei kampfstarken Hohenleipischern riss, muss Trainer Thomas Schmidt erneut mit einem schmalen Kader arbeiten. Dennoch sollte – gemessen an der Tabellensituation – ein zählbarer Ertrag im Schönefelder Ortsteil möglich sein.
RSV Eintracht Stahnsdorf – VfB Krieschow 2:1 (2:0)
VfB: Mellack – Bittroff, Knechtel, Grimm, Dreßler (66. Seibt) – Raak (82. Stephan), Zurawsky, Gerstmann (46. Pahlow), Michalski – Zizka (46. Pereira Rodrigues), Hebler
Tore: 1:0 (3.) Krüsemann, 2:0 (38.) Steinborn, 2:1 (74./Foulelfmeter) Hebler
Schiedsrichter: John Bartsch (Zwickau)
Zuschauer: 114
Der VfB Krieschow musste beim Tabellenzweiten RSV Eintracht Stahnsdorf eine weitere bittere Niederlage hinnehmen. Nach einem schwachen ersten Durchgang steigerte sich die Mannschaft zwar deutlich, doch am Ende blieb sie erneut ohne Punkte.
Gleich nach dem Anpfiff hatte Andy Hebler die frühe Führung auf dem Fuß, doch sein 16-Meter-Schuss klatschte an den Pfosten. Im direkten Gegenzug nutzten die Gastgeber einen Konter zur 1:0-Führung, als Krüsemann am kurzen Pfosten schneller reagierte. Danach fand der VfB kaum zu seinem Spiel, während der RSV mit körperlicher Präsenz und Zweikampfstärke dominierte. Ein direkt verwandelter Freistoß von Steinborn, begünstigt durch eine zu kleine Mauer, brachte kurz vor der Pause das 2:0.
Nach einer deutlichen Kabinenansprache kam der VfB mit einer anderen Körpersprache zurück auf den Platz. Laufbereitschaft, Tempo und Mut prägten nun das Spiel. Der RSV hatte nur noch wenige Offensivaktionen, und Krieschow drückte auf den Anschluss. Nach einem Foul an Hebler im Strafraum verwandelte der Gefoulte selbst sicher zum 1:2 (74.). In der Schlussphase warf der VfB alles nach vorn, doch trotz großer Chancen blieb der Ausgleich aus. Raak wurde nach starkem Doppelpass mit Pahlow im Strafraum zu Fall gebracht, doch der Pfiff blieb aus. Auch Zurawskys Kopfball nach einer Ecke strich nur knapp über die Latte.
Trainer Robert Koch:
„Eine maximal unglückliche Niederlage, die wir uns durch die schwache erste Halbzeit selbst eingebrockt haben. In der zweiten Hälfte hat die Mannschaft alles versucht, aber wieder nicht die nötige Qualität im letzten Drittel gezeigt. Im Moment ist das eine sehr enttäuschende und schwierige Phase – für das Team und alle, die dem VfB nahe stehen.“
VfB Hohenleipisch – VfB Krieschow II 3:1 (1:0)
VfB: Pflug – Neumann (89. Wilken), Kotrri, Schieskow, Künzel – Semeniuk, Jurischka (86. Remus), Kummer, Bernhardt – Gutar, Scheppan
Tore: 1:0 (45+3./Handelfmeter) Walter, 1:1 (65.) Scheppan, 2:1 (83.) Kotte, 3:1 (89.) Kniesche
Schiedsrichter: Stefan Hübner (Potsdam)
Zuschauer: 148
Rote Karte: (45+1.) Kotrri / Handspiel im Strafraum
Unsere zweite Mannschaft startete gut in die Partie und hätte bereits in der ersten Minute in Führung gehen können. Nach einem Freistoß von Sergii Semeniuk köpfte Lucas Künzel den Ball Richtung Tor, doch ein Verteidiger klärte – aus Krieschower Sicht hinter der Linie. Der Schiedsrichter ließ weiterspielen.
In einem intensiven Spiel erspielten sich die Gastgeber anschließend ein Chancenplus, während der VfB zu viele Fehler im Spielaufbau machte. Kurz vor der Pause kam es zu einer unglücklichen Szene: Nach einer Bogenlampe sprang der Ball Enea Kotrri an die Hand – Schiedsrichter Hübner entschied auf Elfmeter und Platzverweis. David Walter verwandelte sicher zur Führung.
Trotz Unterzahl zeigte der VfB Krieschow II im zweiten Durchgang Moral und kam durch Louis Scheppan (65.) zum verdienten Ausgleich, nachdem Eduard Gutar und Florian Bernhardt den Treffer mustergültig vorbereitet hatten. Mit zunehmender Spielzeit schwanden jedoch die Kräfte. Hohenleipisch nutzte zwei Unaufmerksamkeiten eiskalt und machte in der Schlussphase mit Treffern von Kotte und Kniesche alles klar.
Trainer Thomas Schmidt:
„Unser schwaches Zweikampfverhalten, speziell in den Eins-gegen-Eins-Situationen, war heute der Knackpunkt. Trotzdem hat sich die Mannschaft, vor allem in Unterzahl, ordentlich verkauft.“
Am Samstag, dem 8. November, um 13:30 Uhr, sind unsere Oberligakicker erneut in einem ebenso brisanten wie schweren Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten RSV Eintracht Stahnsdorf gefordert. In der aktuellen Situation wäre bereits ein Punktgewinn bei den Rand-Potsdamern ein Erfolgserlebnis – ein Sieg wäre ein echter Paukenschlag.
Denn die Entwicklung beider Kontrahenten verlief im ersten Meisterschaftsdrittel genau entgegengesetzt zu den Prognosen vor der Saison. Die Stahnsdorfer, die einige Leistungsträger verloren und sich einem Umbruch- und Verjüngungsprozess stellten, stapelten im Sommer tief: „Weitere Titel sind im Moment nicht realisierbar“, hieß es aus dem RSV-Lager. Umso überraschender die starke Zwischenbilanz: In allen Pflichtspielen dieser Saison ungeschlagen, Platz zwei in der Tabelle und im Pokal-Viertelfinale vertreten.
Unser VfB, von außen früh in die Favoritenrolle gedrängt, hatte sich selbst hohe Ziele gesteckt – doch bislang bleibt man deutlich unter den Erwartungen. Trotz einiger starker Auftritte steckt die Mannschaft nach der 0:2-Heimpleite gegen Auerbach mitten in einer Ergebniskrise und brennt nun darauf, endlich den Bock umzustoßen. Die Bilanz gegen den kommenden Gegner stimmt zumindest optimistisch: In der vergangenen Saison gab es ein 0:0 in Stahnsdorf und ein 3:0-Heimsieg im Sportpark.
Cheftrainer Robert Koch vor der schweren, aber keineswegs unlösbaren Aufgabe:
„Das Spiel gegen Auerbach haben wir kritisch analysiert und müssen jetzt nach vorn schauen. In Stahnsdorf erwartet uns ein Gegner, bei dem wir eine klar bessere Leistung brauchen, um zu bestehen. Wir müssen konstanter werden – unerklärlich, dass die Mannschaft zuletzt zwei Gesichter gezeigt hat. Jetzt gilt es, die Uhr auf null zu stellen. Das große Ziel bleibt bestehen, liegt aber erstmal in der Schublade. Wir müssen wieder Stabilität, besonders defensiv, finden. Klar ist: Uns erwartet eine schwere Aufgabe, aber dieser Gegner ist schlagbar. Motivation sollte bei dem, was uns der RSV im Sommer weggenommen hat, kein Thema sein.“
Der Kader ist nahezu unverändert: Leo Felgenträger fällt weiterhin aus, Colin Raak kehrt zurück. Auch bei den Langzeitverletzten Janis Fuchs, Fritz Pflug und Vincent Grobstich geht es sichtbar bergauf – sie sollen nach und nach wieder ans Team herangeführt werden.
Ebenfalls am Samstag, 8. November, 14:00 Uhr, ist unsere zweite Mannschaft beim VfB Hohenleipisch zu Gast. Die ohnehin reizvolle Partie bekommt eine zusätzliche Brisanz, da genau dort eine Woche später unsere Erste im FLB-Landespokal-Viertelfinale antreten wird.
Der Traditionsverein aus dem Elbe-Elster-Kreis steht aktuell auf Rang sechs – fünf Punkte hinter unseren drittplatzierten 1921ern. Mit einer makellosen Auswärtsbilanz (4 Spiele, 4 Siege) kann die Schmidt-Elf selbstbewusst auftreten und versuchen, dem Pokalgegner der Ersten schon mal die Grenzen aufzuzeigen. Trainer Thomas Schmidt dürfte neben möglichen Punkten auch wertvolle Erkenntnisse über den kommenden Pokalgegner sammeln – auch wenn die Hohenleipischer im Pokal sicher mit anderer Taktik auftreten werden.
11. Spieltag Oberliga Staffel Süd
VfB Krieschow – VfB Auerbach 0:2 (0:1)
VfB: Mellack – Bittroff, Knechtel (87. Grimm), Dreßler – Zurawsky – Pahlow (79. Tesche), Zizka (64. Antosiak), Gerstmann, Michalski – Pereira Rodrigues (79. Stephan), Hebler
Tore: 0:1 (11.) Kaiser, 0:2 (88.) Bauer
Schiedsrichter: Jason Poser (Weimar)
Zuschauer: 240
Mit dieser bitteren Heimpleite hat unsere Mannschaft nicht nur ihre Ergebniskrise verschärft, sondern mit einem ideenlosen und mental schwachen Auftritt enttäuscht. Mit dem fünften sieglosen Punktspiel in Folge ist unser VfB momentan meilenweit von den eigenen Ansprüchen – und auch von der Konkurrenz erwarteten Rolle als meistgenannter Meisterschaftsanwärter – entfernt und steckt im Tabellenmittelfeld fest. Fazit des treuen Anhangs wie auch der sportlich Verantwortlichen: „Es kann nur besser werden.“
Mit dem Anpfiff gingen beide Teams engagiert zur Sache, doch nennenswerte Torchancen blieben zunächst aus, da sich das Geschehen weitgehend zwischen den Strafräumen abspielte. Die Gäste nutzten jedoch einen Konter, um die derzeit größte Krieschower Schwäche offenzulegen – das Abwehrverhalten. Mit schnellem Umkehrspiel kombinierten sich die Auerbacher in unseren Strafraum, und unsere Abwehr stand Spalier, als Tim Kaiser unbedrängt ins kurze Eck einschieben konnte. Einmal mehr mussten unsere 1921er einem frühen Rückstand hinterherlaufen.
Das Bemühen um den Ausgleich war zweifellos da, doch die Mannschaft kam nicht in die Gänge, agierte ideenlos und zerfahren, während die Vogtländer mit Kontern stets gefährlich blieben. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es bei fehlerhaftem Spiel, vielen Ballverlusten und Stückwerk. Bei einigen guten Ansätzen war die Gästeabwehr um ihren aufmerksamen Keeper stets zur Stelle. Aus ihrer sicheren Defensive heraus suchten die Auerbacher mit Distanzschüssen die Entscheidung. So musste sich Sebastian Mellack zweimal mächtig strecken, und ein weiterer Schuss strich knapp am Tor vorbei.
Unsere Elf mühte sich vergebens, fand aber keine Mittel, den Rückstand aufzuholen. Mit einem weiteren Konter – entstanden aus einem Einwurf in der eigenen Hälfte und mit zwei schnörkellosen Pässen perfekt ausgespielt – machten die Gäste schließlich den Deckel drauf.
Auerbachs Trainer Sven Köhler war froh über den nicht unbedingt erwarteten Dreier:
„Wir mussten bei guten Krieschower Angriffen kompakt verteidigen und haben so einige brenzlige Situationen überstanden. Wir hatten zwar weniger Möglichkeiten als sonst, diese aber effektiv genutzt.“
Angesichts der Leistung seiner Mannschaft bitter enttäuscht äußerte sich indes Cheftrainer Robert Koch:
„Nichts von unseren Vorgaben wurde umgesetzt. Es war das i-Tüpfelchen auf diesen momentanen Abwärtstrend. Nach diesem blutleeren Auftritt meiner Mannschaft muss einiges intern aufgearbeitet werden.“
9. Spieltag Landesliga Staffel Süd
VfB Krieschow II – Victoria Seelow 1:1 (0:1)
VfB: Pflug – Kummer (58. Künzel), Kotrri, Schieskow, Schmidt (64. Bernhardt) – Semeniuk, Tesche (90+4. Scheppan) – Seibt, Stephan – Richter, Gutar
Tore: 0:1 (12.) Flaig, 1:1 (90+2.) Gutar
Schiedsrichter: Luca Schwarz (Großziethen)
Zuschauer: 124
Auch in diesem Verfolgerduell bestätigte unsere zweite Garnitur, dass sie nicht zufällig auf Rang drei der Tabelle rangiert. Die taktisch geprägte Partie entwickelte sich zu einem rassigen Kick, da der souverän leitende Schiedsrichter viel laufen ließ und somit selten den Spielfluss unterbrach. Beide Kontrahenten störten früh und neutralisierten sich weitgehend, sodass trotz guter Landesligaqualität nur wenige Torchancen entstanden.
Der VfB überließ den Seelowern zunächst die Spielgestaltung, wodurch die Gäste etwas griffiger wirkten. Dennoch hatte unsere Elf die erste gute Gelegenheit, die Victoria-Keeper Maurice Geisler stark parierte (10.). Nach einem Ballverlust und schwachem Umschaltspiel ging Seelow durch Lennard Flaig in Führung. Davon wachgerüttelt kamen unsere Jungs besser ins Spiel, holten mehrere Eckbälle heraus und verpassten kurz vor der Pause nur knapp den Ausgleich, als Aaron Stephan den Pfosten traf.
Nach der Pause stellte Trainer Thomas Schmidt taktisch um: Der VfB verteidigte höher, attackierte konsequenter und störte früh das Aufbauspiel der Gäste. Ein Seelower Konter führte zu deren einziger echten Chance im zweiten Durchgang, die Jason Schieskow stark auf der Linie klärte. Der VfB drängte weiter auf den Ausgleich, vergab jedoch mehrere gute Möglichkeiten, unter anderem durch Stephan nach einem Traumpass von Tesche.
Erst in der Nachspielzeit belohnte sich das Team: Nach einem Foul an der Strafraumgrenze verwandelte Edy Gutar den fälligen Freistoß direkt zum 1:1-Endstand – ein hochverdienter Punkt nach großem Kampf.
Trainer Thomas Schmidt:
„Die Mannschaft hat sich heute mental stark präsentiert, bis zum Schluss an sich geglaubt und dem Gegner in der zweiten Halbzeit den Schneid abgekauft.“