Heute sind wir im Achtelfinale des Landespokals ausgeschieden. Das tut weh. Uns genauso wie jedem, der mit dem VfB mitfiebert. Diese Saison läuft bisher nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Das wissen wir. Und wir lesen auch die Kommentare.
„Trainer raus.“ – „Ausge(kocht).“ – „Was ist mit euch los?“
Kritik gehört zum Fußball. Man darf enttäuscht sein, sauer sein und Dinge hinterfragen. Aber vielleicht sollten wir uns gerade jetzt daran erinnern, wer wir eigentlich sind.
Wir sind der VfB 1921 Krieschow.
Wir sind ein Dorfverein.
Seit 2017 spielen wir Oberliga, haben dort über Jahre um die vorderen Plätze gespielt, standen dreimal im Landespokalfinale, haben 2026 den Pokal gewonnen und den DFB-Pokal nach Krieschow geholt. Ein kleines Dorf auf der großen Fußballbühne.
Vielleicht waren die vergangenen Jahre so erfolgreich, dass all das irgendwann selbstverständlich erschien. Ist es aber nicht.
Und genauso wenig ist es selbstverständlich, dass es immer nur bergauf geht.
Aktuell läuft es nicht. Das reden wir nicht schön. Spieler, Trainer und Verantwortliche müssen sich hinterfragen. Fehler müssen angesprochen und Lösungen gefunden werden.
Aber vielleicht sollten sich auch diejenigen hinterfragen, die nach schlechten Monaten plötzlich alles infrage stellen, was hier über Jahre gemeinsam aufgebaut wurde.
Was bedeutet Zusammenhalt, wenn er nur funktioniert, solange gewonnen wird?
Nach Siegen zu applaudieren und beim Pokalsieg oder DFB-Pokal stolz auf den VfB zu sein, ist einfach.
Einen Verein wirklich zu unterstützen bedeutet auch, da zu sein, wenn es nicht läuft.
Kritik? Ja. Diskussionen? Immer.
Aber Häme, persönliche Angriffe und nach jeder Niederlage einen neuen Schuldigen zu suchen, bringen uns keinen Schritt weiter.
Wir sind ein Dorfverein. Und wir dürfen verdammt stolz darauf sein, was dieses Dorf erreicht hat.
Wir haben gemeinsam unglaubliche Höhen erlebt. Jetzt erleben wir ein Tief. Da müssen wir gemeinsam durch.






