Tabelle

Platz Mannschaft Sp Diff Pkt
1. Halberstadt 4 +14 12
2. Meuselwitz 4 +5 12
3. Eilenburg 4 +6 10
4. Halle 4 +4 9
5. D. Dresden U21 4 +5 8
6. Auerbach 4 +3 7
7. Sandersdorf 4 +8 6
8. Weißenfels 4 -1 6
9. Plauen 4 +1 5
10. Wernigerode 4 0 5
11. Freital 4 -1 4
12. Rudolstadt 4 -6 2
13. Bautzen 4 -6 2
14. Glauchau 4 -6 1
15. Krieschow 4 -12 0
16. Frankfurt/O. 4 -14 0
Montag, 14 September 2026 07:19

Deftige Heimpleite verschärft VfB-Ergebniskrise

von Roland Scheumeister

Bericht 4. Spieltag Oberliga – Staffel Süd

VfB Krieschow – VfL Halle 1:5 (1:1)

VfB: Fietz – Gerstmann, Bittroff, Schmidt, Dreßler (81. Kotrri) – Tesche, Zurawsky – Bürger (73. Krautz), Schubert (73. Renno), Stephan (33. Böhme) – Hebler (73. Scheppan);

Tore: 0:1 (10.) Marks, 1:1 (41.) Hebler, 1:2 (49.) Svyrydenko, 1:3 (67.) Marks, 1:4 (82./Foulelfmeter) Jagupov, 1:5 (89.) Dogan; Schiedsrichterin: Jette Wolf (Berlin); Gelb/Rot: (26.) Bittroff; Zuschauer: 210;

Der Plan, gegen den Oberliga-Dauerrivalen VfL Halle den ersten Saisondreier einzufahren, stand schon vor dem Anpfiff unter schwierigen Vorzeichen. Denn unserem Trainerteam stand durch das aus verschiedenen Gründen bedingte Fehlen einer Reihe von Stammspielern (Victor Habermann, Toby Michalski, Paul Pahlow, Colin Raak, Migu Rodrigues, Manuel Seibt) nur ein dezimiertes Aufgebot zur Verfügung. Dennoch war der Startelf, einem Mix aus Routiniers und Talenten, durchaus Oberliganiveau zuzutrauen.

Doch im Verlauf des Spiels kam dann alles zusammen, was eine bekannte Fußballphrase über das „Pech, wenn man einmal am Tabellenende festhängt“ aussagt. So gingen zwar beide Kontrahenten von Beginn an, ohne großes Abtasten, ordentlich und sehr körperbetont zur Sache. Doch im Hin und Her war es dann ein durchaus umstrittener Freistoß, der den für unsere Jungs unglücklichen Spielverlauf einleitete und den Gästen die Führung bescherte. Joel Marks hämmerte das Leder via Lattenoberkante unhaltbar in die Maschen.

Der nächste Tiefschlag folgte, indem Andy Hebler einen Foulelfmeter, nachdem Valentino Schubert im Strafraum zu Fall kam, verschoss. Nur drei Minuten später wurde der zuvor (9. Min.) schon nicht unbedingt nachvollziehbar verwarnte Alexander Bittroff für ein kaum gelbwürdiges Allerweltsfoul per Ampelkarte des Feldes verwiesen. Die junge Schiedsrichterin hatte nicht ihren besten Tag und wirkte bei einigen ihrer Entscheidungen überfordert.

Halle wurde stärker, konnte sich aber nicht zwingend durchsetzen. Unsere Jungs kämpften in Unterzahl engagiert und diszipliniert. Einen Distanzhammer von Maximilian Tesche konnte VfL-Keeper Franz Lohse erst im Nachfassen parieren. Schließlich tankte sich Tobias Gerstmann durch die gegnerischen Reihen und nach seiner Eingabe war Andy Hebler im Strafraumgewühl mit dem Ausgleich zur Stelle.

Kaum aus der Kabine zum zweiten Durchgang gekommen, setzte sich Tynur Svyrydenko links durch und sorgte mit seinem Schuss ins lange Eck für die erneute Führung der Saalestädter. Unsere 1921er kämpften mit ungebrochener Moral weiter. U. a. legte Louis Bürger einen tollen Sololauf hin, fand aber keinen finalen Anspielpartner, sodass sein Abschluss mühelos pariert wurde.

Mit zunehmender Spielzeit agierten die Hallenser immer druckvoller und kamen zu einem klaren Chancenübergewicht. Nach einem Ballverlust wurde Justin Fietz per Distanzschuss zu einer Glanzparade gezwungen. Wenig später verhinderte die Querlatte das dritte Gegentor. Dieses fiel dann im Abschluss eines sehenswerten Supersolos von Joel Marks mit einem Schuss ins lange Eck.

Die VfB-Bank reagierte mit einem Dreifachwechsel, welcher aber nichts mehr an den nun klaren Verhältnissen auf dem Platz änderte. Halle traf noch zweimal nur die Latte. Einen wegen vermeintlichen Festhaltens verhängten Strafstoß verwandelte Torjäger Jegor Jagupov, obwohl Justin Fietz in die richtige Ecke hechtete, unhaltbar. Nun kamen unsere Zehn kaum noch über die Mittellinie und kassierten in der Nachspielzeit noch das 1:5.

VfL-Trainer Luca Shubitidze schätzte ein: „Die erste Halbzeit verlief sehr zerfahren und emotional. Bis zur schwierig einzuschätzenden Gelb-Roten Karte war das Spiel ausgeglichen. Am Ende haben wir unsere Überzahl gut ausgenutzt und sind froh, hier die drei Punkte mitgenommen zu haben.“

Robert Koch befand: „Die Schiedsrichterin hatte nicht ihren besten Tag, was bereits mit der zum 0:1 führenden Freistoßentscheidung begann und mit der unberechtigten Ampelkarte fortgesetzt wurde. Wir boten zuvor gut Paroli und wurden erst in Unterzahl in unsere Hälfte gedrückt, hielten aber lange gut dagegen. Zwei Abwehrfehler brachten uns dann vorentscheidend in Rückstand und im weiteren Verlauf hat sich meine Mannschaft schlecht verkauft. Auf diese Vorstellung und den bisherigen Saisonverlauf müssen wir entsprechend reagieren!“

 

2. Spieltag Landesliga – Staffel Süd

Gerechte Punkteteilung in einem zerfahrenen Spiel

VfB 1921 Krieschow II – VfB Trebbin 2:2 (1:1)

VfB: Siepert – Grobstich (46. Schieskow), Schnakenberg (46. Kummer), Künzel, Kamke – Savaris Lopes, Semeniuk – Renno (58. Knechtel), Karow (83. Richter), Bernhardt (69. Freigang) – Gutar; Tore: 0:1 (35.) Schelinski, 1:1 (39.) Semeniuk, 1:2 (89.) Schelinski, 2:2 (90.+3) Knechtel; Schiedsrichter: Sven Hennig (Neuzelle); Zuschauer: 47

Unsere Krieschower taten sich schwer, gegen die erfrischend aufspielenden Trebbiner zu ihrem Rhythmus zu finden. Sie konnten die Bälle nicht festmachen und leisteten sich einige Stockfehler. Die Gäste hatten deutlich mehr Ballbesitz. Als unsere Abwehr den Ball nicht konsequent aus der Gefahrenzone brachte, kam Trebbins Silas Schelinski frei zum Schuss und netzte ein.

Immerhin konnte der bis dato schwache Auftritt unserer Truppe kaschiert werden, indem Sergii Semeniuk noch kurz vor der Pause einen Eckball direkt zum Ausgleich in das gegnerische Tor zirkelte.

In der zweiten Hälfte gestaltete sich das Geschehen ausgeglichener und unsere Nachrücker wurden zumindest optisch leicht überlegen. U. a. traf Sergii Semeniuk nur die Querlatte. Es gab Möglichkeiten auf beiden Seiten, wobei die Torhüter mehrfach gefordert waren.

Einen klassischen Konter schloss dann wiederum Silas Schelinski mit einem Schuss ins lange Eck zum 1:2 ab. Krieschow schien geschlagen, warf aber noch einmal alles nach vorn und der aufgerückte Abwehrstratege Philipp Knechtel rettete mit einem Kopfball aus dem Strafraumgetümmel heraus in letzter Sekunde das letztlich verdiente Remis und damit, allerdings mit einem Spiel mehr als die Konkurrenz, die vorläufige Tabellenführung.

Trainer Thomas Schmidt sah mehr Schatten als Licht in dieser Partie: „In der ersten Halbzeit haben wir praktisch keinen Stich gesehen. Wir konnten keine Bälle festmachen, während die Trebbiner das Spiel kontrollierten und ansehnlich spielten. Aufgrund der Steigerung nach der Pause geht das Unentschieden aber in Ordnung.“

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