Tabelle

Platz Mannschaft Sp Diff Pkt
1. Halberstadt 3 +10 9
2. Eilenburg 3 +5 7
3. Sandersdorf 3 +9 6
4. Weißenfels 2 +4 6
5. Meuselwitz 2 +3 6
6. Auerbach 3 +3 6
7. Plauen 3 +1 4
8. D. Dresden U21 2 +1 4
9. Wernigerode 3 0 4
10. Freital 3 -1 3
11. Halle 2 -1 3
12. Rudolstadt 2 -2 1
13. Bautzen 3 -6 1
14. Glauchau 2 -5 0
15. Krieschow 3 -8 0
16. Frankfurt/O. 3 -13 0
Sonntag, 30 August 2026 18:22

Erneute Pleite durch desolate Abwehr und Pech bei den Abschlüssen

von Roland Scheumeister
 
3.Spieltag Oberliga Staffel Süd
 
VfB Germania Halberstadt – VfB Krieschow 5:0 (2:0)
 
VfB: Fietz – Gerstmann (65.Seibt), Bittroff (76.Schmidt), Wojenmaster (46.Stephan), Dreßler – Pahlow, Raak – Michalski, Zurawsky, Bürger (65.Schubert) – Pereira Rodrigues (43.Hebler)
 
Tore: 1:0 (1.) Klaschka, 2:0 (26./Foulelfmeter) Hackethal, 3:0 (60.) Doci, 4:0 (63.) Heller, 5:0 (68.) Adrian
 
Schiedsrichter: Ole Donner (Rostock)
 
Zuschauer: 394
 
Mit dieser bitteren 0:5-Niederlage verzeichnet unser Oberligateam den schlimmsten Saisonfehlstart seit neun Jahren, als es als Aufsteiger nach vier Runden mit null Punkten dastand und unter den Beobachtern der Szene bereits voreilig über den sofortigen Abstieg geunkt wurde. Die positive Erkenntnis daraus, dass danach in imposanter Weise am Ende noch ein gesicherter einstelliger Platz zu Buche stand sollte unsere, in den vergangenen Jahren so erfolgreichen Kicker motivieren, sich auch aus der momentan misslichen Situation so schnell wie möglich heraus zu manövrieren.
 
Dass die Partie bei den optimal in die Saison gestarteten Halberstädtern eine schwere Auswärtshürde darstellt, war allen im Vorfeld klar. Dennoch hielt unsere Elf über weite Strecken gut mit und dominierte die Gastgeber sogar phasenweise. Die Ursachen für diese Pleite dürften indes im desolaten Abwehrverhalten liegen, womit es dem Gegner leicht gemacht wurde zu Torerfolgen zu kommen.So zappelte das Leder bereits nach 50 Sekunden im Netz des Krieschower Gehäuses, als dem Torschützen ein einfacher Pass in die Schnittstelle genügte, um zu vollenden. Unsere Jungs schüttelten sich kurz und spielten sofort wieder bei in etwa gleichen Spielanteilen auf Augenhöhe mit. Das Spiel mit dem Ball funktionierte gut. Pech für uns, als Martin Zurawsky die Kugel aus 16 Metern ans Lattenkreuz hämmerte. Ein erneuter Lapsus bescherte uns aber das 0:2. Mit einem etwas ungestümen, unnötigen Tackling wurde Halberstadts Adrian im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Elfer verwandelte Pascal Hackethal unhaltbar. Danach gestaltete sich das Spiel weiter offen und bei beiderseits besserer Chancenverwertung wäre ein 3:3 zur Halbzeit durchaus denkbar gewesen. Die Pausenansprache der Trainer war dann deftig laut und bewirkte, dass unsere Akteure den zweiten Durchgang elan-und schwubgvoll, mit frühem Pressing angingen und den Gegner bis zur 60.Minute in dessen Hälfte einschnürten. Doch das Streitobjekt konnte trotz guter Möglichkeiten – u.a.kam Andy Hebler nach einer Eingabe nur einen Schritt zu spät, Toby Michalski schoss knapp über den Kasten und ein Distanzschuss von Aaron Stephan ging knapp vorbei – nicht über die Linie gebracht werden. Auf der anderen Seite lief es indes optimal, indem ein Freistoß, bezeichnender Weise für die momentane Abwehrschwäche, direkt durch die Mauer geschossen, zum 0:3 führte. Die Germania-Elf blieb weiterhin auf dem Gaspedal. Torwart Justin Fietz verhinderte, nicht nur in dieser Phase, eine noch höhere Niederlage. Schlechte Manndeckung bescherte uns nach einer Ecke das 0:4 und auch das 0:5 resultierte aus inkonsequentem Defensivverhalten. Pech bei den Abschlüssen, als u.a. auch Andy Hebler nur das Lattenkreuz traf, tat ein Übriges und verhinderte eine Resultatsverbesserung. Robert Koch stellte klar: „Eine klare und verdiente Niederlage, die unser derzeitiges Leistungsvermögen widerspiegelt. Speziell unser Deckungsverhalten muss knallhart analysiert werden. Denn in der momentanen Verfassung wird es ganz schwer die nötigen Punkte einzufahren“.
 

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