Tabelle

Platz Mannschaft Sp Diff Pkt
1. Halberstadt 2 +5 6
2. Weißenfels 2 +4 6
3. Meuselwitz 2 +3 6
4. Eilenburg 2 +3 4
5. D. Dresden U21 2 +1 4
6. Sandersdorf 2 +1 3
7. Freital 2 +1 3
8. Plauen 2 +1 3
9. Auerbach 2 0 3
10. Wernigerode 2 0 3
11. Halle 2 -1 3
12. Rudolstadt 2 -2 1
13. Bautzen 2 -3 1
14. Krieschow 2 -3 0
15. Glauchau 2 -5 0
16. Frankfurt/O. 2 -5 0
Dienstag, 18 August 2026 06:45

Engagierte Leistung des VfB durch bittere Niederlage getrübt

VfB Krieschow – ZFC Meuselwitz 0:1 (0:0)

VfB: Fietz – Gerstmann, Bittroff, Habermann, Dreßler – Pahlow, Raak – Michalski (74.Schubert), Zurawsky (90+2.Schmidt), Bürger (63.Seibt) – Pereira Rodrigues (74.Krautz); Tor: 0:1 (90+2.) Madumere; Schiedsrichter: Cedric de Parade (Leipzig); Rote Karte: (27.) Habermann (Notbremse); Zuschauer: 211;

Gegen den erklärten Staffelfavoriten zeigte unsere Elf von Beginn an ein anderes Gesicht als über weite Teile des verlorenen Auftaktspiels in Sandersdorf. Leider wurde sie durch einen für sie unglücklichen Spielverlauf um den Lohn ihrer Bemühungen gebracht.

Die Thüringer starteten zwar, nicht ganz unerwartet, optisch überlegen in die Partie, entwickelten aber gegen unsere stabil und diszipliniert stehende Abwehr zu wenig Durchschlagskraft. Unsere Local Heros waren in dieser Phase mit einigen guten Entlastungsangriffen speziell über Standards und Distanzschüsse präsent. U.a. zwang Kapitän Martin Zurawsky Meuselwitz Torwart Lukas Sedlak zu einer starken Parade. Nach ca. 20 Minuten gestaltete sich das Spiel weitgehend ausgeglichen. Unser sicher agierender Keeper Justin Fietz wurde lediglich gefordert, als er mit einer starken Reaktion die Torchance des frei zum Kopfball gekommenen Florian Hansch vereitelte. Im Gegenzug kam es zum wohl entscheidenden Knackpunkt dieses Duells. Ein Foul an Alexander Bittroff blieb ungeahndet und der dadurch in Position gekommene Meuselwitzer Angreifer wurde von Victor Habermann an der Strafraumgrenze gefoult. Die Folge war die Dezimierung unserer Truppe per Platzverweis für unseren Innenverteidiger. Aber unsere wacker kämpfenden Jungs steckten diesen Rückschlag recht gut weg und wehrten sich einsatzstark gegen die in Überzahl wieder angriffsorientierter aufspielenden Gäste. Vor allem Justin Fietz erwies sich dabei als sicherer Rückhalt für seine Vorderleute und reagierte u.a. wieder sehr stark, als er im Nachfassen einen Schuss von Janik Mäder parierte (45.Min.). Auch im zweiten Durchgang spielte unsere 10 Unentwegten geordnet und taktisch diszipliniert weiter. Die personelle Dezimierung war kaum erkennbar. Vielmehr wiesen die 1921er die besseren Chancen auf. So in der 52.und 53.Minute, als zuerst ein Eckball vom ZFC gerade noch abgewehrt werden konnte und nach einem weiten Einwurd von Bastian Dreßler nur knapp die Führung verpasst wurde. Mit ihrer Einwechselung hatten sowohl Valentino Schubert, dessen Schuss Sedlak abwehrte, als auch Arwin Krautz, der den Nachschuss nur knapp über den Kasten hämmerte, sofort die Führung vor den Füßen. Dann war es erneut Justin Fietz, der unsere Truppe im Spiel hielt und eine Riesenchance seiner ehemaligen Mannschaftskameraden in starker Manier (78.Min.), wie auch einen gefährlichen Eckball (84.Min.) entschärfte. Mit gutem Umschaltspiel wurde der Favorit, der insgesamt zu wenig Ideen entwickelte, beschäftigt. Als dann das 0:0 schon in Sack und Tüten schien, wurde der gerade eingewechselte Kingsley Madumere zum Joker für den ZFC, indem er zum Entsetzen des Krieschower Anhangs, buchstäblich in letzter Minute mit einem schönen Pass bedient, zum Tor des Tages einnetzte. Auf der anschließenden Pressekonferenz äußerten sich beide Trainer zum Verlauf. ZFC-Trainer Georg-Martin Leopold befand: „Unser erstes Auswärtsspiel in der Oberliga gestaltete sich sehr aufregend. Wir taten uns in der Favoritenrolle schwer und verpassten bei anfänglicher Überlegenheit die frühe Führung. Der VfB verteidigte sich nach der Roten Karte heldenhaft, reagierte mit gezielten Einwechselungen gut und wir hatten am Ende das Glück auf unserer Seite“. Robert Koch konnte dem Spiel trotz verständlicher Enttäuschung viel Gutes abgewinnen: „Wir wollten ein anderes Gesicht als in der Vorwoche zeigen, was uns gut gelungen ist. Vor der roten Karte, welche der Knackpunkt des Spiels war, wurde ein Foul an Bittroff nicht gepfiffen. Doch die Mannschaft ist danach zusammengerückt und hat, speziell in der zweiten Halbzeit, alles gut wegverteidigt. Wir waren mit gutem Umschaltspiel präsent. Letztlich war es einem Stellungsfehler geschuldet, das wir trotz dieser engagierten Leistung unterlagen“.

Auf die Frage eines Zuschauers hinsichtlich der Schiedsrichterleistung antwortete Georg-Martin Leopold: „Er wird immer nach einer bestimmten Situationen bewertet. In der ersten Halbzeit fielen seine Entscheidungen im Bezug auf das Zweikampfverhalten leicht zu unseren Gunsten aus. In der zweiten Hälfte hatte er sich besser auf die intensiven Zweikampfsituationen eingestellt“. Robert Koch: „Einige Entscheidungen fielen etwas unglücklich für uns aus. Aber am Schiedsrichter hat es letztendlich nicht gelegen“.

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