von Roland Scheumeister
28.Spieltag Oberliga Staffel Süd
FC Grimma – VfB 1921 Krieschow 2:4 (0:2)
VfB: Mellack – Gerstmann, Pahlow (68. Tesche), Grimm, Fuchs – Raak, Zurawsky – Seibt, Michalski (68. Dreßler) – Pereira Rodrigues (75. Zizka), Hebler (75. Stephan); Tore: 0:1 (32.) Zurawsky, 0:2 (42.) Pahlow, 0:3 (56.) Hebler, 0:4 (77.) Stephan, 1:4 (85./Eigentor) Tesche, 2:4 (88.) Vogel; Schiedsrichter: André Blank (Borsch); Zuschauer: 62.
Während die Zielstellung unserer VfB-Kicker vor allem auf einen Platz im oberen Drittel der Abschlusstabelle ausgerichtet war, ging es beim stark abstiegsgefährdeten FC Grimma um alles, was sich in einer sehr aggressiven und offensiv ausgerichteten Anfangsphase widerspiegelte. Zum Teil übermotiviert und eklig in der Zweikampfführung versuchten die Gastgeber zum Erfolg zu kommen. Unsere Jungs präsentierten sich allerdings hellwach und überstanden diese Druckphase recht souverän. Mit ihrer besseren Spielanlage und sauberem Passspiel sorgten sie für Klarheit auf dem Platz und drängten den Gegner in seine Hälfte.
Im Abschluss einer Eckenstafette zirkelte dann Toby Michalski die Kugel in den 16er, wo Martin Zurawsky am kurzen Pfosten bereitstand und einnetzte. Grimma blieb gefährlich und produzierte zwei gute Möglichkeiten nach Fehlern in unserem Spielaufbau, welche aber vertändelt bzw. von Tobias Gerstmann entschärft wurden. Für den zuversichtlich stimmenden Pausenstand sorgte Paul Pahlow, der den Ball von Martin Zurawsky in den Lauf gespielt bekam und eiskalt am Torhüter vorbei vollstreckte.
Mit Beginn des zweiten Durchgangs versuchten die Muldestädter noch einmal anzurücken, blieben aber angesichts der spielerischen Überlegenheit der 1921er in den Ansätzen stecken. Nach einer guten Kombination wurde Toby Michalski an der Strafraumgrenze gefoult und es gab Freistoß, obwohl dessen Flanke noch von Migu Rodrigues verwandelt wurde. Somit waren einmal mehr die Freistoßkünste unseres immer noch treffsichersten Torgaranten Andy Hebler gefragt. Dieser machte dann auch prompt einen „echten Hebler“, indem er das Streitobjekt aus knapp 20 Metern Torentfernung über die Mauer zirkelnd ins Dreiangel schweißte.
Damit war das Spiel praktisch entschieden und unsere Jungs schalteten einen Gang zurück und beschränkten sich auf einige Konterversuche. Sebastian Mellack blieb in einer kritischen Eins-gegen-eins-Situation Sieger und verhinderte damit das Verkürzen des klaren Vorsprungs, bevor mit dem 0:4 die endgültige Entscheidung fiel. Manuel Seibt legte das Leder nach einer Kombination über die rechte Seite zu Aaron Stephan herüber, der, gerade eingewechselt, am Torhüter vorbei einschob.
Mit dem Blick auf das inzwischen die DFB-Pokal-Teilnahme sichernde Resultat in Cottbus ließ – speziell auf der VfB-Bank – die Konzentration nach und Grimma konnte, ohne unseren Sieg zu gefährden, noch zwei Treffer zur Ergebniskosmetik beisteuern.
Nicht nur für unseren Cheftrainer Robert Koch gab es nach dem Spiel Grund zum Jubeln: „Ungeachtet der zwei etwas ärgerlichen Gegentore überwiegt heute die Freude über die Teilnahme am DFB-Pokal. Insgesamt zeigte meine Mannschaft heute eine gute Leistung und knüpfte mit sauberem Passspiel, starken Ballbesitzphasen und Zug zum Tor an die letzten guten Auftritte gegen Stahnsdorf und die zweite Halbzeit gegen Sandersdorf an. Wir sind stolz, durch den Einzug in das Landespokalfinale, mit Schützenhilfe des FC Energie, unser großes Ziel erreicht zu haben und werden diesmal auf der Rückfahrt durchaus etwas üppiger als bei anderen Auswärtssiegen feiern.“
25.Spieltag Landesliga Staffel Süd
Nur halben Lohn für starken Auftritt eingeheimst
VfB 1921 Krieschow II – VfB Hohenleipisch 0:0
VfB: Groß – Grobstich, Knechtel, Kotrri, Kamke (90+1. Voß) – Kummer, Schmidt (60. Bernhardt) – Scheppan, Mitropoulos (77. Matthiaschk) – Gutar – Krautz;
Schiedsrichter: Carsten Fox (Zossen); Zuschauer: 58.
Wenn es etwas zu kritisieren gab an dem Auftritt unserer Nachrücker, so war es der fehlende letzte Kontakt bei den Abschlüssen. Spielerisch bot die Mannschaft die bislang beste Leistung dieser Saison. Mit fast jedem Angriff wurde Gefahr im gegnerischen Strafraum heraufbeschworen und dabei eine Reihe hochkarätiger Torchancen produziert.
Die Gäste verteidigten indes solide, konnten auf einen guten Torwart bauen und suchten ihr Heil im Lauern auf Kontermöglichkeiten. Leider musste Routinier Florian Schmidt mit Verdacht auf Muskelfaserriss nach einer Stunde ausgewechselt werden.
Trainer Thomas Schmidt äußerte sich sehr zufrieden über die Leistung seiner Truppe: „Es war, vor allem spielerisch, die stärkste Vorstellung meiner Mannschaft in dieser Saison. Gemessen an den Tormöglichkeiten wäre ein 8:3 das normale Resultat gewesen. Das einzige Manko, unsere Chancenverwertung, brachte uns um den Lohn dieses starken Auftritts.“






