Tabelle

Platz Mannschaft Sp Diff Pkt
1. RSV Eintracht 27 +30 61
2. Plauen 27 +24 56
3. Freital 27 +26 53
4. Auerbach 27 +14 47
5. Halberstadt 27 +9 47
6. Halle 27 +23 43
7. Bautzen 27 +11 41
8. Krieschow 27 +6 39
9. Glauchau 27 -6 36
10. Wernigerode 27 -13 32
11. Rudolstadt 27 -19 31
12. Sandersdorf 27 -5 30
13. Stendal 27 -21 24
14. Bischofswerda 27 -22 24
15. Grimma 27 -27 22
16. Heiligenstadt 27 -30 16
Dienstag, 05 Mai 2026 17:02

VfB-Auftritte mit zwei Gesichtern

von Roland Scheumeister

18. Spieltag Oberliga Staffel Süd

Unsere Local Heros starteten mit einer Doppelveranstaltung in den Mai und präsentierten sich dabei geradezu janusköpfig. Einer niveauarmen Partie gegen die abstiegsbedrohte SG Union Sandersdorf folgte einer der stärksten Auftritte dieser Saison im Duell mit dem Spitzenreiter RSV Eintracht Stahnsdorf.


Nach grottenschlechter Halbzeit erst im zweiten Durchgang erwacht

VfB 1921 Krieschow – Union Sandersdorf 1:1 (0:1)

VfB: Mellack – Gerstmann, Bittroff (46. Raak), Grimm, Dreßler (64. Felgenträger) – Tesche, Zizka (46. Zurawsky) – Seibt (80. Pahlow), Michalski (46. Fuchs) – Pereira Rodrigues, Hebler

Tore: 0:1 (34.) Wonneberger, 1:1 (60.) Hebler
Schiedsrichterin: Franziska Wildfeuer (Markranstädt)
Zuschauer: 298

Die kräftezehrende Doppelveranstaltung und das zu erwartende unterschiedliche Niveau der beiden Gästeteams ließ unser Trainergespann hinsichtlich der Aufstellung etwas rotieren und zunächst einige mutmaßliche Leistungsträger auf der Bank.

Dennoch gegen den Tabellenzwölften favorisiert, begann unsere Elf offensiv und erarbeitete sich einige Halbchancen. Allerdings stellten sich die Unioner relativ schnell auf unsere Spielweise ein. Die Partie wurde zunehmend zerfahrener, womit die Anhaltiner besser zurechtkamen und bei ihren Offensivaktionen mehrfach von den Stockfehlern unserer Mannschaft, speziell im Spielaufbau, profitierten.

Per Fußparade vereitelte Sebastian Mellack die erste Riesenchance der Anhaltiner (21. Min.). Im Gegenzug einer guten Möglichkeit von Alexander Bittroff (33. Min.) nutzten sie – nun mehr als ebenbürtig im Geschehen – einen Abwehrpatzer zur, entsprechend des Spielverlaufs keinesfalls überraschenden, Führung.

Die 1921er bemühten sich, aber Andy Hebler verpasste eine Kopfballchance knapp, und gleich zwei Akteure vertändelten die Großchance nach einem Supersolo von Tobias Gerstmann.

Die Trainerbank reagierte auf die schwache Vorstellung und brachte durch die Einwechsler Colin Raak, Janis Fuchs und Martin Zurawsky neuen Schwung für die zweite Halbzeit auf den Platz.

Die Mannschaft agierte nun zielstrebiger, setzte auch bei verlorenen Bällen konsequent nach und erreichte die erwartete Kontrolle und Überlegenheit im Spiel. Einmal mehr war es dann Kapitän Andy Hebler vorbehalten, mit einem Schuss aus dem Gewühl den Ausgleich zu erzielen.

Das Spiel verlief nun fast ausschließlich in Richtung des Gästegehäuses, doch blieb in der etwas hektischen Schlussphase der siegbringende Treffer aus.

Union-Coach Thomas Sawetzki befand:
„Es ging für uns im Bezug auf den Kampf um den Klassenerhalt um viel. Mit zwei Großchancen waren wir in der ersten Halbzeit gut drin. In der zweiten Halbzeit war Krieschow durch taktische Umstellungen stärker, sodass es am Ende ein verdientes Remis wurde. Kein Vorwurf an meine stark kämpfende Mannschaft.“

Ziemlich frustriert äußerte sich Robert Koch:
„Total enttäuschend, eine der schlechtesten ersten Hälften in meiner Zeit beim VfB. Mit der Einwechslung einiger Entscheider wurde es besser, aber insgesamt war es zu wenig, sodass die Punkteteilung, das gesamte Spiel betrachtend, gerecht ist.“


27. Spieltag Oberliga Staffel Süd

Qualitätssprung gegen Spitzenteam deutlich erkennbar

VfB 1921 Krieschow – RSV Eintracht Stahnsdorf 1:0 (0:0)

VfB: Mellack – Pahlow, Knechtel, Grimm, Fuchs – Raak (90.+1 Tesche), Zurawsky – Michalski (76. Seibt), Felgenträger – Pereira Rodrigues (83. Stephan) – Hebler (90.+1 Krautz)

Tor: 1:0 (54.) Hebler
Schiedsrichter: Benjamin Arnold (Dresden)
Zuschauer: 263

Mit dem Anpfiff präsentierte sich unsere Elf konzentriert, spielfreudig und zielstrebig. Offenbar war die Motivation gegen den dem Regionalligaaufstieg sehr nahen Spitzenreiter doch etwas ausgeprägter als im „normalen“ Punktspielalltag.

Zwar hatten die Eintracht-Kicker gleich eine gute Chance durch ihren Kapitän und Routinier Matthias Steinborn (2. Min.), doch dann übernahmen unsere 1921er das Kommando. Mit einigen tollen Spielzügen – auch das Publikum überzeugend – hatten unter anderem Luca Grimm (6. Min.) per Kopfball und Andy Hebler (28. Min.) ihre Möglichkeiten.

Bei optischer Überlegenheit des VfB blieb es bis zur Pause torlos.

Nach dem Seitenwechsel blieb unsere Elf am Drücker. Und nach einer Ecke war dann wieder unser offenbar unverzichtbarer Torgarant „Super-Andy“ per Kopfball mit dem Tor des Tages zur Stelle.

Krieschow spielte weiterhin in allen Mannschaftsteilen stark auf, mit sehenswerten Angriffsaktionen unter anderem über die offensiv ausgerichteten Außenverteidiger Paul Pahlow und – besonders herausragend – Janis Fuchs.

Der RSV blieb bemüht, konnte aber unsere diesmal sehr sicher stehende Abwehr – ungeachtet einiger guter Torgelegenheiten, die vertändelt bzw. von Sebastian Mellack vereitelt wurden – nicht entscheidend überwinden.

RSV-Trainer Patrick Hinze zeigte sich auf der obligatorischen Pressekonferenz ziemlich angenervt und sagte kurz und bündig:
„Ein verdienter Sieg des VfB bei einer trostlosen Nummer“,
und wünschte uns viel Glück für das bevorstehende Pokalfinale.

Indes konnte auch Robert Koch das vor allem für die Moral wichtige Erfolgserlebnis sichtlich genießen:
„Ein komplett verdienter Sieg. Von der ersten bis zur letzten Minute haben wir an die zweite Halbzeit des Freitagsspiels angeknüpft, viel Wucht entwickelt und dem Gegner das Leben schwer gemacht. Die Mannschaft hat damit ihr Potenzial wieder einmal unterstrichen – umso enttäuschender, dass wir mit dem derzeitigen Platz im Mittelfeld unseren Ansprüchen nicht gerecht werden.“

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