Tabelle

Platz Mannschaft Sp Diff Pkt
1. RSV Eintracht 24 +30 57
2. Freital 24 +29 52
3. Plauen 23 +17 47
4. Halberstadt 24 +12 46
5. Auerbach 24 +14 43
6. Halle 24 +21 37
7. Bautzen 24 +8 34
8. Krieschow 24 +5 34
9. Glauchau 24 -12 27
10. Rudolstadt 24 -17 27
11. Sandersdorf 24 -5 26
12. Wernigerode 23 -11 26
13. Bischofswerda 25 -19 24
14. Stendal 23 -18 20
15. Grimma 25 -27 19
16. Heiligenstadt 25 -27 16
Montag, 20 April 2026 09:00

Nach zähem Start den Gegner im zweiten Durchgang überrollt

von Roland Scheumeister

25. Spieltag Oberliga Staffel Süd

VfB 1921 Krieschow – VfB Germania Halberstadt 5:1 (0:1)

VfB: Siepert – Gerstmann (85. Grobstich), Bittroff, Grimm, Fuchs – Pahlow (85. Zizka), Tesche (63. Hebler), Seibt (6. Michalski), Felgenträger – Zurawsky – Pereira Rodrigues (85. Krautz)

Tore: 0:1 (38.) Hujdurovic, 1:1 (52.) Pereira Rodrigues, 2:1 (71.) Pahlow, 3:1 (72.) Hebler, 4:1 (78.) Michalski, 5:1 (80./Foulelfmeter) Hebler
Schiedsrichter: Nicholas Köhler (Dresden)
Rote Karte: (17.) Klaschka (Halberstadt/grobes Foul)
Zuschauer: 216

Die Partie gegen den leicht favorisiert angereisten Tabellendritten stand für unseren VfB insbesondere hinsichtlich der Personalsituation unter schwierigen Vorzeichen. Nachdem Torwart Fritz Pflug langfristig ausfällt, musste auch unmittelbar vor dem Spielbeginn Sebastian Mellack mit Leistenproblemen passen. Somit bekam Youngster Philipp Siepert die Gelegenheit, Oberligaluft zu schnuppern. Gesperrt fehlte Colin Raak, und Außenstürmer Manuel Seibt musste bereits nach sechs Minuten mit einem Cut ausgewechselt und medizinisch behandelt werden.

Das Spiel gestaltete sich dann mit dem Anpfiff sehr flott und kampfbetont. Bei der sehr rustikalen Gangart, insbesondere der Gästeelf, ließ der Schiedsrichter viel durchgehen, griff dann aber umso konsequenter durch, indem er Halberstadts Torjäger Joel-Pascal Klaschka mit glatt Rot vom Platz schickte, nachdem dieser Maximilian Tesche rüde gefoult hatte.

In Überzahl konnte unsere Elf das Spiel zwar optisch klar dominieren, fand aber zunächst keine Mittel, das gut organisierte Abwehrbollwerk der Harzer zu knacken. Viele Standards und zahlreiche Eckbälle brachten nichts Zählbares. Vor allem der stets stark reagierende Germania-Keeper Fabian Guderitz war ein großer Rückhalt für sein Team.

So konnte ihn auch Migu Rodrigues aus Nahdistanz (19. Min.) nicht überwinden, und als er einen Scharfschuss prallen ließ, stand kein Krieschower Vollstrecker bereit (35. Min.). Indes reichte den Gästen ein Konter, um unsere vehement anrennende Truppe zu düpieren. Edhem Hujdurovic marschierte, mit einem Pass aus der Abwehr bedient, unaufhaltsam in Richtung VfB-Gehäuse und konnte sich quasi die Ecke aussuchen, um einzunetzen und damit den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit entfachten unsere 1921er echten Dauerdruck und belohnten sich zunächst mit dem Ausgleich, als sich Leo Felgenträger durchsetzte und Migu Rodrigues die Vorlage zum Einschuss lieferte.

Weitere gute Angriffe folgten, und die Gästeabwehr stand permanent im Brennpunkt des Geschehens. Den Bann brach schließlich unser „Pitbull“ Paul Pahlow mit einem Traumtor, das das Potenzial für ein „Tor des Monats“ hatte, indem er einen Ball aus der Distanz maßgerecht in den rechten oberen Winkel schweißte.

Nur eine Zeigerumdrehung später bedankte sich unser unverwüstlicher Toregarant Andy Hebler für seine Einwechslung und legte, die Abwehr mit zwei Bewegungen aushebelnd, zum 3:1 nach.

Unsere Elf war jetzt im Flow. Halberstadt konnte dem kaum noch etwas entgegensetzen. Toby Michalski traf, von der Strafraumgrenze abziehend, zum 4:1. Nach Foul an Tobias Gerstmann war wiederum Andy Hebler zur Stelle und machte den Deckel drauf, indem er den fälligen Elfmeter unhaltbar verwandelte.

Die Statements beider Trainer nach dem Spiel:

Manuel Rost (Germania):
„Mit dem Platzverweis schon früh in Unterzahl geraten, wurde uns natürlich eine Riesenhypothek auferlegt. Meine Mannschaft zeigte eine phantastische Reaktion, und mit kompaktem Umschaltspiel gelang uns die Führung. Auch nach dem Ausgleich hat die Mannschaft noch gut reagiert und in der Box wenig zugelassen. Aber achtzig Minuten in Unterzahl haben natürlich mit meiner Mannschaft etwas gemacht.“

Robert Koch resümierte:
„Die Rote Karte war natürlich der Knackpunkt. In der ersten Halbzeit hat meine Elf noch zu pomadig gespielt und keine Ruhe hineingebracht. Beim 0:1 hat sich einer auf den anderen verlassen. Die in der Pause besprochenen Probleme wurden dann in der zweiten Halbzeit beherzigt und mit der daraus resultierenden Spielweise dem Gegner ordentlich Stress bereitet. Für den durch einen Cut verletzt ausgeschiedenen Manuel Seibt möchte ich hiermit noch beste Genesungswünsche aussprechen.“


22. Spieltag Landesliga Staffel Süd

VfB-Reservisten drehen 0:2-Rückstand zum Sieg

Frankonia Wernsdorf – VfB 1921 Krieschow II 2:3 (2:1)

VfB: Groß – Dreßler, Schmidt, Kotrri, Kamke (83. Neumann) – Semeniuk, Kummer – Scheppan, Bernhardt (74. Buzdayev) – Gutar – Konzack

Tore: 1:0 (15.) Teichert, 2:0 (24.) Teichert, 2:1 (34.) Konzack, 2:2 (76.) Gutar, 2:3 (90.+3) Scheppan
Schiedsrichter: Louis Ferdinand Maas (Babelsberg)
Zuschauer: 125

Bei ausgeglichenem Spielverlauf geriet unsere Reserve-Elf gleich doppelt in Rückstand. Beim Führungstor der Gastgeber verkalkulierte sich Torwart Jeremy Groß beim Herauslaufen und sah auch beim 0:2, als er einen Ball unterlief, etwas unglücklich aus.

Unsere Truppe zeigte sich jedoch moralisch intakt, rückte an und gestaltete das letzte Drittel der ersten Halbzeit klar überlegen. Routinier Sven „Svempe“ Konzack nutzte dann eine der dadurch erspielten Möglichkeiten eiskalt zum Anschlusstreffer.

Jeremy Groß verhinderte schließlich mit einer echten Glanzparade die „hundertprozentige“ Chance der Wernsdorfer zum 3:1 und erhielt somit unserer Mannschaft alle Optionen für eine erfolgreiche Aufholjagd im zweiten Durchgang.

Unsere 1921er hatten dann nach dem Seitenwechsel den Gegner auch besser im Griff. Mit Geduld wurde auf die Gelegenheit zum Ausgleich gelauert, die sich dann auch ergab und von Torjäger Eddy Gutar clever genutzt wurde.

Auch im Schlussabschnitt blieb der erneut recht dünn besetzte VfB am Drücker und war schließlich in der Nachspielzeit auch mit dem Glück der Tüchtigen im Bunde, als Louis Scheppan, mit einem langen Pass von Eddy Gutar über die Kette bedient, zum Siegtor einnetzte und der Schiedsrichter diesen Treffer – obwohl aus stark abseitsverdächtiger Position erzielt – anerkannte.

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