Tabelle

Platz Mannschaft Sp Diff Pkt
1. Freital 17 +29 43
2. RSV Eintracht 17 +22 41
3. Halberstadt 17 +12 36
4. Plauen 15 +8 25
5. Krieschow 17 +6 25
6. Halle 17 +17 24
7. Sandersdorf 17 +2 22
8. Rudolstadt 16 -10 21
9. Bautzen 15 +6 20
10. Glauchau 18 -8 20
11. Wernigerode 15 -7 18
12. Auerbach 14 -2 17
13. Bischofswerda 18 -18 16
14. Heiligenstadt 18 -20 12
15. Grimma 17 -21 12
16. Stendal 14 -16 10
Dienstag, 03 März 2026 15:41

Herbe Dämpfer für Krieschower Männerteams

Erste verliert nach zweimaliger Führung den Spielfaden

19. Spieltag Oberliga Staffel Süd

1. SC 1911 Heiligenstadt – VfB 1921 Krieschow 4:3 (1:1)

VfB: Pflug – Tesche (65. Zurawsky), Bittroff, Grimm, Dreßler – Pahlow, Raak, Seibt (75. Felgenträger), Michalski (65. Fuchs) – Stephan (75. Hebler), Zizka (84. Pereira Rodrigues)

Tore: 0:1 (25.) Zizka, 1:1 (45.+1) Voilenko, 1:2 (52./Foulelfmeter) Michalski, 2:2 (57.) Schnellhardt, 3:2 (62.) Ruprecht, 4:2 (88.) Schnellhardt, 4:3 (90.+3) Pereira Rodrigues

Schiedsrichter: Fabien Schlecht (Leipzig)
Zuschauer: 330

Angesichts der guten Resultate in den Testspielen (u. a. 1:0 beim Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena) in der aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen eher schwierigen Vorbereitung hatte unser VfB mit großen Erwartungen und einem klaren Sieg im Visier die lange Reise ins thüringische Eichsfeld angetreten. Durch die bereits am Samstag erfolgte Anreise war die Mannschaft über das gesamte Wochenende unterwegs. Am Ende stand diese bittere und enttäuschende Niederlage in keinem Verhältnis zu dem hohen Aufwand für diesen Trip.

Dabei begannen unsere 1921er nach kurzer, beidseitiger Abtastphase recht vielversprechend. Mit deutlich mehr Ballbesitz übernahmen sie die Regie und erspielten sich eine Reihe guter Chancen. Folgerichtig fiel auch die Führung. Mit einem tollen Spielzug brachte Paul Pahlow Steve Zizka in Position, der nach Doppelpass mit Aaron Stephan einnetzte.

Im weiteren Verlauf blieb unsere Elf am Drücker und produzierte einige Halbchancen. U. a. scheiterte Toby Michalski nur knapp am Torwart. Quasi mit dem Pausenpfiff wurde der insgesamt bis dahin gute Auftritt durch das Ausgleichstor getrübt. Bei einem Standard wurde der Ball nicht konsequent aus der Gefahrenzone gebracht und Voilenko traf im Kopfballduell zum Ausgleich.

Mit der Maßgabe, an die insgesamt gute erste Hälfte anzuknüpfen, über eine sichere Defensive und nach vorn Nadelstiche zu setzen, wurde guten Mutes in den zweiten Durchgang gestartet. Der VfB begann stark, und als Colin Raak in bester Schussposition im Strafraum gefoult wurde, verwandelte Toby Michalski den fälligen Elfmeter souverän. Somit war Krieschow eigentlich wieder auf der Siegerstraße.

Doch einmal mehr verlor die Mannschaft trotz der geschaffenen guten Ausgangsposition unerklärlicherweise völlig den Spielfaden. Ohne die erforderliche Zuordnung und Abstimmung wurden die Hausherren regelrecht eingeladen, das Resultat binnen zehn Minuten zu drehen. Fritz Pflug entschärfte mit toller Reaktion eine gefährliche Eins-gegen-eins-Situation, war dann aber machtlos, als die Abwehr bei dem darauffolgenden, kurz und schnell ausgeführten Eckball versagte. Anschließend führte ein verlorener Zweikampf im Mittelfeld zu einem Ballverlust, den die Eichsfelder clever ausnutzten und nach scharfer Eingabe trafen.

Unser Team rannte nun voll offensiv an und erspielte sich gute Möglichkeiten. U. a. tankte sich Janis Fuchs durch und wurde erst in letzter Sekunde geblockt. Martin Zurawsky verfehlte das Gehäuse nach Fuchs-Flanke per Seitfallzieher nur knapp. Dann klärte der Keeper vor Fuchs nach dessen Grundliniendurchbruch. Den Heiligenstädtern genügte schließlich ein Konter, um den Lucky Punch zu setzen.

Pereira Rodrigues konnte mit seinem Treffer in der Nachspielzeit nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Tief enttäuscht äußerte sich unser Trainer Robert Koch nach dem Spiel:
„Nach guten Resultaten in der Vorbereitung war die Messlatte entsprechend hoch. Aber wir konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Das viertelstündige Tohuwabohu, als wir ohne Abstimmung vogelwild agierten, nutzte der Gegner brutal aus, und wir wurden gnadenlos auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Es ist ein Spiegelbild dieser Saison, in der wir schon einige Punkte in sicher geglaubten Spielen liegen ließen. Die Partie muss nun sehr kritisch aufgearbeitet werden.“

 


Bei klarer Dominanz gnadenlos ausgekontert

16. Spieltag Landesliga Staffel Süd

SV Döbern – VfB 1921 Krieschow II 3:0 (0:0)

VfB: Siepert – Kummer (72. Neumann), Kotrri, Wojenmaster, Künzel (72. Schieskow) – Semeniuk, Krautz, Gutar, Bernhardt – Kamke (83. Mitropoulos), Konzack (58. Scheppan)

Tore: 1:0 (65.) Grabowski, 2:0 (76.) Krüger, 3:0 (85.) Eng

Schiedsrichter: Stephan Zimmer (Felixsee)
Zuschauer: 65

Auch unsere zweite Garnitur kehrte von ihrem Auswärtstrip mit leeren Händen zurück.

Dabei spielte unsere Elf von Beginn an stark auf, dominierte das Geschehen mit viel Ballbesitz und Aktivität. Die Gastgeber waren indes äußerst defensiv eingestellt und lauerten auf Kontermöglichkeiten. Zweimal gelang es dem SVD, Fehlern im Spielaufbau unserer Mannschaft geschuldet, gefährliche Aktionen heraufzubeschwören, ohne allerdings ergebniswirksam abzuschließen.

Die vor allem über Standards erarbeiteten Möglichkeiten unserer 1921er wurden nicht präzise genug zu Ende gespielt, sodass es torlos in die Halbzeitpause ging.

Nach dem Seitenwechsel bot sich ein kaum verändertes Bild. Den Döbernern half ihr klein bemessener Platz beim Verengen der Räume, und der VfB brachte nicht genügend Kreativität auf, sich auf diese Situation einzustellen. Bei einem guten Konter unsererseits übersah Arvin Krautz den gut positionierten Eddy Gutar und vertändelte die Chance.

Wenig später versenkte Döberns Torjäger Eddy Grabowski die Kugel per 20-Meter-Freistoß ins Torwarteck unseres Gehäuses. Mit einigen Auswechslungen kam noch einmal frischer Wind in das Spiel der Krieschower. Doch die Angriffe verpufften weitgehend mangels Genauigkeit bei den Abschlüssen.

Das Manko in der Chancenverwertung wurde dann auch prompt bestraft, indem die Glasstädter zweimal trafen und damit mit großer Effektivität den Spielverlauf auf den Kopf stellten.

Der diesmal an der Seitenlinie verantwortliche Co-Trainer Paul Voß machte seinen Jungs dennoch keinen Vorwurf:
„Die Mannschaft hat sich nicht für ihren von viel Ballbesitz geprägten, guten Auftritt belohnen können. Döbern konnte erst mit dem Vorsprung im Rücken die Spielkontrolle übernehmen. Unterm Strich bewahrheitete sich einmal mehr die alte Fußballweisheit, dass, wenn man vorn trotz guter Gelegenheiten nicht trifft, es irgendwann hinten einschlägt.“

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